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Kaffeetrinken mit Esther Bejarano

Esther Bejarano ist sicherlich vielen OMAS ein Begriff, mehr noch: ein Vorbild. Die 94 Jährige ist unermüdlich in ihrem Engagement gegen Rechts. Darum ist es für uns OMAS gegen Rechts eine große Freude, sie als Ehrenoma bei uns empfangen zu dürfen.
„Esther Bejarano hat mich seit jungen Jahren politisch mit geprägt. Besonders beeindruckt hat mich immer ihre positive Ausstrahlung bei Veranstaltungen gegen das Vergessen, trotz allem was sie in Ausschwitz erlebt hat, trotz allem was ihrer Familie angetan wurde. Und besonders bewundernswert fand ich ihre Arbeit mit jungen Menschen .Für die junge Generation setzen sich auch die OMAS GEGEN RECHTS ein .Wir wollen, dass unsere Enkel nie wieder Faschismus erleben müssen.“ sagt Dörte Schnell, eine der Gründerinnen der Regionalgruppe Hamburg. Gemeinsam mit Silke Becker, Mitbegründerin der Hamburger OMAS und Gerda Smorra, die die OMAS gegen Rechts in Deutschland mitgegründet hat, erzählt sie von dem Treffen:

Die OMAS GEGEN RECHTS erhielten eine Einladung von Esther Bejarano sie zu Hause zu besuchen. Das war für uns eine große Ehre und wir waren entsprechend aufgeregt.
Da das Treffen in ihrem gemütlichen Wohnzimmer stattfand und das Ausschwitzkomitee ebenfalls anwesend war, konnten nur wir oben genannten drei OMAS dabei sein.

Wir betraten mit unserem OMA Schild, den Buttons, unseren Flyern, einem Blumenstrauß für Esther und der Urkunde zur Ehrenoma die Wohnung und wurden klatschend begrüßt.
Esther saß in ihrem Sessel und schien sich zu freuen, dass wir da waren.
Wir wurden mit Kuchen bewirtet und gebeten, über die OMAS zu berichten.

Alle hatten schon von den OMAS gehört und uns auf zahlreichen Demonstrationen gesehen, wussten aber nicht, dass wir schon eine so große Initiative in Deutschland sind, mit vielen Aktionen.
Gerda Smorra konnte detailliert über unsere Entwicklung sprechen und Esther Bejarano war sehr interessiert.
Die Mitglieder des Ausschwitzkomitees berichteten über ihre Entstehung und ihre Aktivitäten. Wir vereinbarten eine Zusammenarbeit. Gefreut hat uns, dass sie unser OMA Schild haben wollten, was wir ihnen gern schenkten, natürlich verteilten wir auch unsere Buttons

Gerda überreichte Esther unsere Urkunde mit dem Wunsch sie zur EHRENOMA zu ernennen.
Esther mit dem ihr eigenen Humor antwortete, dass sie ja eigentlich eher eine Uroma sei. Sie fand Gerda mit ihren 75 Jahren recht jung, sie selbst wird 95Jahre alt. Esther nahm unseren Wunsch gern an. Allerdings, so schränkte sie ein, könne sie uns bei unseren Aktionen nicht sehr behilflich sein, ihr Terminkalender sei sehr voll. Aber sie werde uns auf Veranstaltungen erwähnen.

Bevor wir gingen sangen wir ihr noch unser OMA Lied vor (in der Bremer Version), und sie sang beim Refrain kräftig mit .
Das war für uns ein ganz besonderer Nachmittag und eine große Freude, dass Esther Bejarano nun Ehrenoma unserer Initiative OMAS GEGEN RECHTS ist.

Liebe Esther,
wir OMAS GEGEN RECHTS haben großen Respekt vor deinem unermüdlichen und mutigen Kampf gegen Faschismus und Ausgrenzung, den du in zahlreichen Organisationen und auch musikalisch führst.
Nicht nur wir Omas bewundern deine Leistungen und .finden in dir ein großes Vorbild, sondern auch die jungen Leute, denen du so unermüdlich demokratisches Handeln vorlebst und ihnen durch deine Erinnerungen ein „Nie-Wieder“ eindrücklich vermittelst. Dieses „Nie-Wieder“ treibt auch uns OMAS auf die Straße und in die Öffentlichkeit.
Darum ist es uns eine Freude, dich als
Ehren-OMAGEGEN RECHTS
in unsere Bewegung aufnehmen zu dürfen.