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Fridays for Future - OMAS GEGEN RECHTS unterstützen die Demonstrationen

 

OMAS GEGEN RECHTS Hamburg begrüßen und unterstützen die Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler von Fridays for Future. In einem Brief der OMAS GEGEN RECHTS an den Schulsenator Hamburgs, Ties Rabe, heißt es: "Den jungen Menschen geht es um ihre Zukunft, die wir mit unserem Lebensstil zerstören. Deshalb unterstützen wir diese Aktionen. Auch die Schulen müssen hier für mehr Bewusstsein und politisches Engagement ihrer Schülerinnen sorgen, anstatt das  zu bestrafen."

 

Der Wortlaut des Briefes vom 01.03.2019 an den Hamburger Schulsenator:

 

Herrn

Schulsenator Ties Rabe

Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung

 

Hamburger Straße 31 

22083 Hamburg 

 

 

Sehr geehrter Herr Senator Rabe, 

seit einiger Zeit gibt es auch in Hamburg eine wachsende Bewegung von Schüler*innen,  die sich an den Demonstrationen „Friday for Future“ beteiligen. Sie wollen solange freitags auf die Straße gehen, bis die Politiker  die notwendigen Veränderungen im Bereich Energie ( z.B. einen früheren Kohleausstieg als 2038), Verkehr, Landwirtschaft und Gesellschaft umsetzen. Sie wollen auf diese Weise auf die Ausbeutung unserer Erde und ein Fortschreiten des Klimawandels aufmerksam machen. Die meisten von ihnen nehmen teil, weil sie problembewusst sind und nicht, weil sie „ Bock auf keine Schule“ haben.

Die Schulbehörde hat beschlossen die Teilnahme der Schüler*innen an diesen Demonstrationen als „Schwänzen“ zu werten. 

Wir Omas und Opas gegen Rechts sehen diese Demonstrationen anders: Sie sollten an einen Unterricht gebunden sein, der sich mit dem komplexen Zusammenspiel von  Gesellschaft und Klima beschäftigt. Das gewonnene Wissen über die Zusammenhänge müssen sie auf die Straße bringen dürfen.  Viele Lehrerinnen an Schulen in Hamburg und Seminarleiter  in den Hochschulen unterstützen die Bewegung auf diese Weise bereits. 

Den jungen Menschen geht es um ihre Zukunft, die wir mit unserem Lebensstil zerstören. Deshalb unterstützen wir diese Aktionen. Auch die Schulen müssen hier für mehr Bewusstsein und politisches Engagement ihrer Schülerinnen sorgen, anstatt das  zu bestrafen. 

Nach einer langen Periode von Lähmung und Desinteresse für Umwelt , Wirtschaft und Politik in unserer Gesellschaft dürfen wir das Feld auf keinen Fall den undemokratischen, neokonservativen und rückwärtsgewandten Nationalisten  überlassen. 

 

Wir Omas und Opas gegen Rechts stehen ein für 

* eine demokratische, rechtsstaatlich organisierte freie Gesellschaft

* den Respekt und die Achtung gegenüber anderen Mitbürgerinnen und Mitbürgern -

   unabhängig von Religion und Herkunft 

* die Rechte der vor dem Krieg und Not geflüchteten Menschen,

* soziale Standards, die bereits von Elten und Großeltern erkämpft wurden.

Wir wollen Missstände mit geeigneten Methoden öffentlich machen und politischen Widerstand organisieren.

Wachsam setzen sich die heutigen Schüler*innen für den Schutz des Klimas als Basis für Ihre Zukunft ein und widersprechen damit denen, die zu träge sind , etwas zu ändern oder gar den Klimawandel leugnen.  

Wir wünschen uns , dass die Schulbehörde in Hamburg diese Aktionen unterstützt, und Konzeptentwicklungen stärkt, die sich mit den gesellschaftlichen, politischen und umweltbezogenen Zusammenhängen auseinandersetzen.  

 

Mit freundlichen Grüßen 

im Auftrag der „ Omas gegen Rechts“ ...